Markus Schneider

Markus Schneider

Wer Markus Schneider kennenlernt kann kaum glauben, dass sich hinter diesem unkompliziert spitzbübisch lächelnden, bärenstarken Mann ein Weinvisionär verbirgt. Aus Ellerstadt kommend, mit gerade mal einem Hektar Land beglückt. Aber dafür ausgestattet mit Visionen, Zähigkeit, der Fähigkeit den Zeitgeist aufzunehmen und den Menschen Dinge zu geben, die faszinieren. Eine Fähigkeit die er so konsequent ein – und umsetzt wie kein zweiter.

Das gilt für Qualität, ebenso wie für Marketing. Schneiders erster Wein, „Markus Scheiders Roter“, (heute Einzelstück) alter reduzierter Portugieser aus dem Holz, einen Wein, den es bis dahin (geschmacklich) nur in Australien oder der neuen Welt gab, keinesfalls in Deutschland – Weinetikettendesign 1994 ein Fremdwort, im kurz vereinten Deutschland.

„Markus Schneider genießt es, seinen Ideen freien Lauf zu lassen, um sie dann zu realisieren. ‚Der Markus Schneider von vor zehn Jahren war ein Nervenbündel. Heute bin ich relaxt, weil ich weiß, wie alles funktioniert. Häufig hat er, mit dem Rücken zur Wand, Ideen erzwingen müssen. Er blickt zurück in das Jahr 2001. Die Kosten waren hoch, es lief noch nicht so richtig, es war eine harte Zeit. ‚Mich kannte ja kaum ein Mensch‘. Das musste sich ändern. In einer Probierrunde unter Freunden mit einer neuen Rotwein-Cuvée hatte jemand geflachst: ‚Damit kannst du ja eine Zeitung drucken!‘. Black Print war geboren. Für das Etikett überlegte er, was große Marken wie Hermès, Boss oder auch Nutella auszeichnet. Dann ging er zu einer Freundin nach Bad Dürkheim, die Grafik-Design machte. ‚Da bin ich hin, und sie hat gesagt, wie soll das aussehen? Und ich habe gesagt: wie Jack Daniels. Etwas, das klar da steht und sofort wiedererkannt werden kann. In einer halben Stunde war es so, wie es heute noch ist.‘ Das ist der Wein, der ihn berühmt gemacht hatte!

So schreibt der Weinmacher und Schreiber Dirk Würtz: „Schneider kann das, wovon viele träumen: Trinkweine auf allerhöchstem Niveau.“

Im Weinführer Gault & Millau heißt es: „Markus Schneider hat es geschafft, nicht so sehr über einzelne Weine, geschweige denn Lagen wahrgenommen zu werden, sondern er hat sich als Marke etabliert (…)“

„Markus Schneider ist nicht zu bremsen, ob auf seinem Pfälzer Weingut, oder mit der Schneider Kollektion in Südafrika/Stellenbosch und mit seinen neuen Mosellagen. Verblüffend ein Winzerleben vollgepackt mit Ideen & der Kraft diese zu realisieren. – Vom Pfälzer Bub zum Weinvisionär, Gratulation.“ Anja Baumgartner